Unabhängiger Vergleich, keine ApothekeKonditionen Stand 10/2026
Vergleich Stand 10/2026

Online-Apotheken im Vergleich: Kriterien, Tabelle und Einordnung

Welche Versandapotheke bei Versandkosten, Rezeptbestellung und E-Rezept vorne liegt und nach welchen Kriterien wir das beurteilen.

Versandkosten im Vergleich
VersandapothekeVersandGratis abMit RezeptHinweisGeprüft
Shop Apotheke3,99 €19 €kostenfreiSame-Day-Lieferung in einigen Großstädten gegen Aufpreis19.10.2026
DocMorris3,99 €19,90 €kostenfreiRx-Bonus nach BGH-Urteil 2025 wieder beworben, Bedingungen im Shop19.10.2026
medpex3,49 €19,90 €kostenfreiGehört zum selben Konzern wie DocMorris19.10.2026
apodiscounter3,99 €29 €kostenfreiMindestbestellwert 15 €, Express 4,99 €19.10.2026
Mediherzbeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenKonditionen nicht neu geprüftoffen
Volksversandbeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenKonditionen nicht neu geprüftoffen
Alivabeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenbeim Anbieter prüfenKonditionen nicht neu geprüftoffen

Standardversand für rezeptfreie Bestellungen in Deutschland, Stand 10/2026. Konditionen ändern sich ohne Vorankündigung; maßgeblich ist immer die Versandseite im Shop.

Ein seriöser Vergleich von Versandapotheken beginnt nicht bei Rabatten, sondern bei den Bedingungen, die bei jeder Bestellung gelten: Was kostet der Versand, ab welchem Warenwert entfällt er, wie kommt das Rezept zur Apotheke und wie schnell ist das Paket da. Diese Seite fasst zusammen, wie wir die Anbieter einordnen, und zeigt die Konditionen, die wir zuletzt selbst auf den Versandseiten geprüft haben.

Die Kriterien im Überblick

Wir beurteilen Versandapotheken nach Merkmalen, die sich für Kundinnen und Kunden direkt im Geldbeutel oder im Alltag bemerkbar machen. Bewertungen auf Portalen fließen nicht ein, weil sie sich nicht unabhängig überprüfen lassen.

KriteriumWas wir prüfenWarum es zählt
VersandkostenPauschale für den Standardversand innerhalb DeutschlandsFällt bei jeder kleinen Bestellung an
FreigrenzeWarenwert, ab dem der Versand kostenlos istEntscheidet, ob sich eine Nachbestellung lohnt
RezeptversandKosten bei Bestellungen mit Rezept oder E-RezeptVerschreibungspflichtige Mittel kosten überall gleich viel
E-Rezept-WegApp, Gesundheitskarte per CardLink, Code oder AusdruckBestimmt, wie bequem die Einlösung ist
SicherheitEU-Sicherheitslogo, Eintrag im Versandhandelsregister, Impressum mit verantwortlicher Apothekerin oder verantwortlichem ApothekerSchützt vor Fälschungen und unseriösen Shops
GutscheinbedingungenMindestbestellwert, Ausschlüsse, KombinierbarkeitEin großer Rabatt mit vielen Ausnahmen bringt oft wenig

So lesen Sie die Tabelle

Die Tabelle oben zeigt nur Zahlen, die wir selbst auf der Versandseite des Anbieters nachgesehen haben. Das Prüfdatum steht in der letzten Spalte. Wo „beim Anbieter prüfen“ steht, haben wir die Konditionen nicht neu kontrolliert. In diesem Fall nennen wir lieber keine Zahl als eine veraltete.

Alle Angaben gelten für rezeptfreie Bestellungen mit Standardversand innerhalb Deutschlands. Express, Lieferung am selben Tag oder der Versand an eine Packstation können extra kosten. Bei Bestellungen mit Rezept verlangen die geprüften Anbieter keine Versandkosten.

Stand 10/2026

  • Niedrigste geprüfte Freigrenze: 19 € bei Shop Apotheke
  • Niedrigste geprüfte Versandpauschale: 3,49 € bei medpex
  • Mindestbestellwert: bei apodiscounter 15 €, bei den anderen geprüften Anbietern nicht ausgewiesen
  • Rezeptbestellungen: bei allen geprüften Anbietern ohne Versandkosten

Was die Unterschiede in Euro bedeuten

Wer einmal im Monat einen kleinen Warenkorb bestellt, etwa ein Nasenspray und eine Packung Schmerztabletten für zusammen 14 €, zahlt bei allen geprüften Anbietern Versand, denn alle Freigrenzen liegen darüber. Der Unterschied zwischen 3,49 € und 3,99 € ergibt bei zwölf Bestellungen im Jahr sechs Euro.

Deutlicher wird es zwischen 19 € und 29 € Warenwert. In diesem Bereich liefern Shop Apotheke, DocMorris und medpex bereits kostenlos (DocMorris und medpex ab 19,90 €), während bei apodiscounter noch 3,99 € anfallen. Andersherum kann apodiscounter bei einzelnen Produkten günstiger sein, sodass sich der höhere Versand wieder ausgleicht. Hier hilft nur der konkrete Preisvergleich über die Pharmazentralnummer, den wir im Medikamente-Preisvergleich Schritt für Schritt erklären.

Rezepte und E-Rezept

Für verschreibungspflichtige Arzneimittel gilt in Deutschland ein einheitlicher Abgabepreis. Die Packung kostet also in jeder Apotheke gleich viel, gesetzlich Versicherte zahlen in der Regel nur die gesetzliche Zuzahlung. Unterschiede zwischen Versandapotheken entstehen hier beim Weg des Rezepts und bei der Lieferzeit.

Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept für gesetzlich Versicherte der Standard. Es lässt sich bei Versandapotheken auf drei Wegen einlösen:

  1. Gesundheitskarte per CardLink: Die elektronische Gesundheitskarte wird in der App der Versandapotheke an das Smartphone gehalten, eine PIN ist dafür nicht nötig.
  2. E-Rezept-App der gematik: Mit Gesundheitskarte und PIN oder einer GesundheitsID werden Rezepte abgerufen und an die gewählte Apotheke geschickt.
  3. Ausdruck mit Rezeptcode: Der Code vom Papierausdruck der Praxis wird in der App gescannt oder per Post eingeschickt.

Ob ein Anbieter einen Bonus auf Rezepte gewährt, ist eine eigene Frage. Der Bundesgerichtshof hat im Juli 2025 entschieden, dass ausländische Versandapotheken für frühere Zeiträume nicht an die deutsche Preisbindung gebunden waren. Ob Boni auf Kassenrezepte nach heutigem Sozialrecht zulässig sind, ist weiter umstritten. Mehr dazu auf der Seite zum DocMorris-Gutschein.

Sicherheit vor Preis

Ein niedriger Preis ist kein Argument, wenn der Shop nicht seriös ist. Legale Versandapotheken mit Kundschaft in Deutschland zeigen auf jeder Seite das EU-Sicherheitslogo. Ein Klick darauf führt zum Eintrag im Versandhandelsregister beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Führt der Link ins Leere oder auf eine andere Seite, sollten Sie nicht bestellen. Weitere Warnzeichen sind verschreibungspflichtige Mittel ohne Rezept, fehlendes Impressum und Zahlung nur per Vorkasse in Kryptowährung oder per Überweisung ins Ausland. Hintergründe dazu stehen im Ratgeber Versandapotheken.

Dieses Portal finanziert sich über Werbeanzeigen und über Partnerprogramme. Partnerlinks sind auf der Seite sichtbar als Anzeige gekennzeichnet. Für die Tabelle spielt das keine Rolle: Sie zeigt alle Anbieter, die wir beobachten, auch solche ohne Partnerlink, und sortiert nach den geprüften Konditionen. Gutscheincodes erfinden wir nicht. Wo wir keinen gültigen Code kennen, beschreiben wir, welche Arten von Rabatten der Anbieter üblicherweise einsetzt und worauf Sie dabei achten sollten.

Grenzen dieses Vergleichs

Dieser Vergleich beruht auf den öffentlich einsehbaren Angaben der Anbieter. Testbestellungen führen wir nicht durch, und eine pharmazeutische Beratung ersetzt er nicht. Wir bewerten nicht, wie freundlich eine Hotline ist oder wie gut eine bestimmte Bestellung verpackt war, weil wir das nicht verlässlich messen können. Ebenso wenig empfehlen wir einzelne Arzneimittel. Welche Mittel für Sie passen, klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Was wir leisten: nachvollziehbare Kriterien, geprüfte Zahlen mit Datum und ehrliche Hinweise, wo eine Angabe offen ist. Wenn Sie eine Abweichung bemerken, freuen wir uns über einen Hinweis über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Welche Online-Apotheke ist die beste?
Eine für alle gibt es nicht. Für kleine rezeptfreie Bestellungen zählt die Versandkostenfreigrenze, für Rezepte der bequemste E-Rezept-Weg, für Vorratskäufe der Produktpreis. Die Tabelle zeigt die geprüften Konditionen, den Produktpreis prüfen Sie am besten über die PZN.
Wie oft werden die Konditionen aktualisiert?
Wir prüfen die Versandseiten der Anbieter in regelmäßigen Abständen und tragen das Datum der Prüfung in die Tabelle ein. Steht dort „offen“, haben wir die Werte nicht neu geprüft und nennen deshalb keine Zahl.
Fließt Geld in die Reihenfolge ein?
Nein. Einige Links auf der Startseite sind Partnerlinks und als Anzeige gekennzeichnet. Die Tabelle sortiert nach geprüften Konditionen, nicht nach Provision.
Sind ausländische Versandapotheken sicher?
Versandapotheken mit Sitz in einem anderen EU-Staat dürfen nach Deutschland liefern, wenn sie dort zugelassen sind und die Voraussetzungen des deutschen Rechts erfüllen. Prüfen lässt sich das über das EU-Sicherheitslogo und das Versandhandelsregister beim BfArM.

Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Fehler entdeckt? Hinweis an die Redaktion.